Das AMA-Gütesiegel wird der Öffentlichkeit präsentiert.
AMA - Marketing
Die AMA-Marketing
Die AMA-Marketing hat einen gesetzlichen Auftrag: Information der Konsumenten sowie Förderung der Lebensmittelgüte. Sichtbare Zeichen dafür sind das AMA-Gütesiegel und das AMA-Biosiegel.
Als hundertprozentige Tochter der Marktordnungs- und Zahlstelle Agrarmarkt Austria ist die AMA-Marketing GesmbH mit einem gesetzlichen Auftrag ausgestattet. Dieser umfasst insbesondere die Qualitäts- und Absatzförderung sowie das Bereitstellen von Informationen über Nahrungsmittel und agrarische Erzeugnisse sowohl aus konventioneller als auch aus biologischer Landwirtschaft. Damit unterstützt sie die Vermarktung und erfüllt wesentliche Aufgaben in der Werte-Kommunikation in Richtung der Verbraucher.
Finanziert wird die AMA-Marketing GesmbH zum überwiegenden Teil durch verpflichtende Agrarmarketingbeiträge von Landwirten und Verarbeitern, durch Gebühren der Lizenznehmer und durch EU-Mittel zur Unterstützung ausgewählter Marketingmaßnahmen. Entsprechend den EU-rechtlichen Beschränkungen werden die Marketingmaßnahmen vor ihrer Durchführung von der EU geprüft.
Strategie und Unternehmensziele
Qualitätssicherung, Informationsvermittlung und Marktbearbeitung sind die drei wesentlichen Strategiefelder der AMA-Marketing.
Qualitätssicherung
Eine zentrale Rolle für die praktische Umsetzung kommt der Qualitätssicherung zu. Sie integriert alle Erzeugungs-, Verarbeitungs- und Handelsstufen. Ihr Ziel besteht in der Gewährleistung von Sicherheit, Güte und Nachvollziehbarkeit der Herkunft von Nahrungsmitteln und ihren Ausgangsprodukten.
Die Qualitätspolitik der AMA-Marketing sieht regelmäßige Evaluierungen und kontinuierliche Verbesserungen vor. Besondere Bedeutung kommt den Marken der AMA zu. Das AMA-Gütesiegel und das AMA-Biosiegel sowie die zwei Gewährleistungszeichen AMA-Handwerksiegel und AMA-Gastrosiegel haben gemeinsam mit den Herkunftskennzeichnung- und Registrierungssystemen bos, sus, ovum und pastus+ die Aufgabe, Konsumenten klare Orientierungen zu bieten.
Informationsvermittlung
Die Informationsstrategie der AMA-Marketing verfolgt das Ziel, sachlich-objektiv und faktenbasiert über Rohstoffe für die Lebensmittelerzeugung und über die Lebensmittel an sich aufzuklären. Die Maßnahmen reichen von klassischer Werbung (Außenwerbung, Print und elektronische Medien) bis zu „Below-the-Line“-Aktivitäten (Pressearbeit, Diskussionsplattformen und spezielle Maßnahmen am Point-of-Sale).
Marktbearbeitung
Die Grundlagen für die Entwicklung geeigneter Maßnahmen stellt die qualitative und quantitative Marktforschung bereit. Abhängig von Zielgruppen und Märkten, Produktgruppen und Marktforschungsdaten werden Maßnahmen der klassischen Absatzförderung gesetzt und mit der Nutzung neuer Medien kombiniert. Strategische Allianzen mit Absatzmittlern sowie Exportmarketing auf definierten Auslandsmärkten spielen eine wichtige Rolle.
Meilensteine
1994
Die ersten Lebensmittel mit dem AMA-Gütesiegel sind erhältlich.
1995
Das AMA-Gütesiegel-Programm bei Frischfleisch startet und zeichnet Fleisch mit kontrollierter Güte und nachvollziehbarer Herkunft aus.
1995
Der erste TV-Werbespot „Bei meiner Ehr“ ist heute noch Teil der kollektiven Erinnerung.
Oktober 1995
Das AMA-Biozeichen erblickt das Licht der Welt und kennzeichnet Produkte aus garantiert biologischer Produktion.
1. Juli 1995
Die AMA-Marketing GesmbH wird als Tochter der AMA mit folgenden Aufgaben gegründet:
- Vermarktung von Agrarprodukten im In- und Ausland
- Maßnahmen zur Förderung der Qualität
1996/1997
Die AMA-Gütesiegel-Richtlinien für Milch und Milchprodukte, Putenfleisch, Eier sowie Obst, Gemüse und Erdäpfel treten in Kraft.
1998
Das Registrierungssystem „bos“ wird eingeführt. Es legt die Basis für die Nachvollziehbarkeit von Rindfleisch vom Stall bis ins Regal.
2001
Ab Dezember 2001 sind sämtliche Richtlinien zu den Gütesiegel-Programmen online abrufbar.
2002
71 Prozent der Österreicher kennen das AMA-Gütesiegel.
2002/2003
Die AMA-Gütesiegel-Richtlinien für Be- und Verarbeitungsprodukte treten in Kraft. Mehr Informationen...
2004
Das Absicherungssystem „ovum“ für die Nachvollziehbarkeit bei Eiern wird eingeführt.
2006
Die Richtlinie pastus+ sichert die hohen Anforderungen an die Futtermittel für AMA-Gütesiegel-Tiere ab.
30. August 2006
Die erste Hoftafel-Verleihung findet in NÖ in St. Valentin statt. Mit dieser Tafel werden die „Superstars“ der landwirtschaftlichen Betriebe ausgezeichnet.
2008
Auch in der Gastronomie hält die Regionalität Einzug und bekommt dafür ein klares Zeichen: das AMA-Gastrosiegel.
2010
Start des AMA-Gütesiegels für Fleischerzeugnisse wie Wurst und Schinken. Mehr Informationen...
2011
Als Pendant zu „bos“ sichert „sus“ sämtliche Angaben auf Schweinefleisch ab.
17. Jänner 2011
50-Jahr-Jubiläum Österreichs auf der Grünen Woche Berlin: Seit fünf Jahrzehnten präsentieren sich rot-weiß-rote Lebensmittel bei unserem deutschen Nachbarn und erfreuen sich großer Beliebtheit.
2012
Start des AMA-Gütesiegels für Hühnerfleisch.
2012
Die Österreichische Eierdatenbank geht in Betrieb. Sie bildet sämtliche Warenströme von Eiern mit dem AMA-Gütesiegel tagesaktuell ab. Und die Konsumenten können prüfen, wo die eingekauften Eier gelegt wurden. Mehr Informationen...
April 2012
Das AMA-Handwerksiegel zeichnet Bäcker, Fleischer und Konditoren aus, die Tradition, Regionalität, Frische und meisterliches Handwerk leben.
2013
Freiwillige Module
Aufbauend auf den Basisanforderungen im AMA-Gütesiegel können Landwirte und Lizenznehmer an freiwilligen Modulen teilnehmen. Diese sichern noch höhere Anforderungen ab, zum Beispiel die gentechnikfreie Fütterung, mehr Platz und eingestreute Liegeflächen im Modul „Mehr Tierwohl“, besondere Rasse oder Sorten oder eine regionale Herkunft.
2014
Ein großer Meilenstein in Sachen Bio: Das AMA-Biozeichen wird um Qualitätskriterien erweitert und wird zum AMA-Biosiegel – also "Mehr Bio. Mehr Qualität."
2017
2017 wurde die AMA-Richtlinie für den Tiertransport beschlossen. Sie regelt die Kriterien für den Transport von Masttieren zum Schlachthof. Die durchgängige Qualitätssicherung ist damit um einen wesentlichen Schritt ergänzt worden.
2020
Bislang zeichnete das AMA-Gütesiegel Lebensmittel mit besonderer Qualität aus. Im März 2020 kamen Blumen und Zierpflanzen in den Warenkorb des Siegels dazu. Das AMA-Gütesiegel mit dem grünen Blütenkranz kennzeichnet Pflanzen aus regionaler Herkunft sowie standortgerechter und ressourcenschonender Produktion.
2020
AMA Genuss Region ist neben dem AMA-Gütesiegel und dem AMA-Biosiegel für den Lebensmittelhandel ein drittes offizielles Gütesiegel. Es wurde im Juli 2020 präsentiert und garantiert standardisierte Qualitätsniveaus und klare Herkunft bei bäuerlichen Direktvermarktern, Manufakturen, Gastronomen und in der Hotellerie. Basis für die Auszeichnung sind die Richtlinien für das von der EU anerkannte Qualitäts- und Herkunftssicherungssystem. AMA Genuss Region ist – im Gegensatz zu AMA-Gütesiegel und AMA-Biosiegel – eine Betriebszertifizierung.