AMA-Gütesiegel Brot und Gebäck

Zweite Richtlinie bei EU eingereicht

(Wien, 10. April 2024) Die AMA-Marketing hat gemeinsam mit Branchenvertreterinnen und -vertretern die zweite Richtlinie für das AMA-Gütesiegel-Programm Brot und Gebäck beschlossen und nun auch bei der EU-Kommission zur Notifikation eingereicht. Neben den landwirtschaftlichen Betrieben werden damit auch Agrarhandel, Mühlen und Transportunternehmen eingebunden.


Ende März haben sich die AMA-Marketing und Vertreterinnen und Vertreter der Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ), der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), der Mühlen, des Agrarhandels und des Transportsektors auf eine gemeinsame Branchenlösung für die zweite AMA-Gütesiegel-Richtlinie für Brot und Gebäck geeinigt.

Die AMA-Gütesiegel-Richtlinie Agrarhandel und Mühlen wurde damit beschlossen und bei der EU-Kommission eingereicht. Diese wird voraussichtlich in den kommenden Monaten eine Notifikation vornehmen. Die Gespräche für die dritte Richtlinie für Bäckereien haben bereits begonnen.

Agrarhandel und Mühlen sind an Bord

Durch ein klares Bekenntnis der RWA und der Lagerhäuser zum AMA-Gütesiegel-Programm wird sichergestellt, dass Getreide aus der diesjährigen Ernte, das den Richtlinien entspricht, bei jedem Lagerhaus erfasst wird. Auch für andere Lagerhalter und Mühlen bestehen gute Voraussetzungen, um die Teilnahme und Kontrolle auf Brot- und Mahlgetreide auszuweiten.

Bestehende Zertifizierungen, wie die AMA-Futtermittel-Richtlinie, werden natürlich anerkannt. Die Bäuerinnen und Bauern können ihr AMA-Gütesiegel-Getreide an vielen Stellen abliefern, wo es auch als solches erfasst wird. Die am AMA-Gütesiegel-Qualitätsprogramm teilnehmenden Betriebe im Bereich der Lagerhalter und Mühlen müssen von Beginn an eine strikte räumliche Trennung von inländischem und ausländischem Getreide gewährleisten.

Die Einhaltung wird durch regelmäßige Lagerinventurmeldungen und Vor-Ort-Kontrollen sichergestellt.

Anmeldungen der Ackerbaubetriebe

Um die diesjährige Ernte als AMA-Gütesiegel-Ware absetzen zu können, müssen sich Getreidebäuerinnen und -bauern, die die Voraussetzungen erfüllen, bis zum 5. Mai für das neue AMA-Gütesiegel-Programm Ackerfrüchte anmelden. „Bisher haben sich rund 6.000 Betriebe angemeldet, womit ein wesentlicher Schritt erreicht wurde. Wir gehen davon aus, dass die Anmeldezahlen weiter steigen werden“, sagt Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing.

Vorteile des neuen AMA-Gütesiegel-Programms

Das neue AMA-Gütesiegel-Programm verringert die Austauschbarkeit der österreichischen Getreideprodukte und sichert die regionale Produktion ab. Nur Getreide bzw. Mehl, das in Österreich angebaut, geerntet und vermahlen wurde, darf das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel tragen.

Mit der Aufnahme von Getreideerzeugnissen in das AMA-Gütesiegel-Programm wird das Thema Regionalität beim Einkauf von Mehl, Brot und Backwaren mehr an Bedeutung gewinnen und stärker ins Bewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten gerückt, was nicht nur den Landwirtinnen und Landwirten, sondern auch der gesamten Branche zugutekommt.


Landwirtinnen und Landwirte, die sich für das AMA-Gütesiegel Ackerfrüchte anmelden, nehmen automatisch mit dem gesamten Betrieb teil und können in Zukunft alle ihre Ackerfrüchte ohne zusätzliche Kosten über die entstehenden AMA-Gütesiegel-Programme vermarkten. So ist zum Beispiel in Zukunft geplant, Speiseöl und Produkte aus Soja und anderen Leguminosen mit dem Gütesiegel auszuzeichnen.

Mehr Wertschätzung für die Landwirtschaft

„Unser Ziel ist es, die Bekanntheit und das Vertrauen in das AMA-Gütesiegel zum Nutzen der Getreidewirtschaft einzusetzen“, so Mutenthaler-Sipek. „Das AMA-Gütesiegel differenziert qualitativ abgesicherte Produkte mit nachvollziehbarer Herkunft von anderen Angeboten auf unseren Märkten. Wichtig ist uns auch, die vielfältigen Leistungen der gesamten Landwirtschaft für Umwelt, Natur, Klima und Tierwohl verstärkt zu kommunizieren und so das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten in die qualitativ hochwertigen Lebensmittel unserer Landwirtinnen und Landwirte weiter auszubauen und zu festigen.“



Bildmaterial: Fotocredit AMA-Marketing


Bildtext: Die AMA-Gütesiegel-Richtlinie Agrarhandel und Mühlen wurden bereits bei der EU zur Notifikation eingereicht. Im Bild: Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitsgruppe.

v.l.n.r.: Andreas Pfaller (LKÖ), Marlene Jäger (AMA-Marketing), Belinda Eichhorn (WKÖ Agrarhandel), Eva Edlinger (WKÖ Lebensmittelgewerbe), Michael Langanger und Lorenz Mayr (beide AMA-Marketing), Daniela Andratsch (WKÖ), Herbert Poinstingl (WKÖ und Eigentümer Assmann Mühle), Stefan Weinwurm (GoodMills), Stefan Schmid (AMA-Marketing), Josef Domschitz (FV Lebensmittelindustrie), Lukas Streisselberger (AMA-Marketing), Peter Stallberger (GF GoodMills) und Martin Gressl (AMA-Marketing)

Foto Arbeitsgruppe Richtlinie Agrarhandel und Mühlen


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Ihre Ansprechperson

Kristijana Lastro

Kristijana Lastro

Leitung Unternehmenskommunikation

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