AMA - Marketing

    AMA - Marketing

    Landwirte: Milch

    AMA-Gütesiegel

    Die AMA-Gütesiegel-Richtlinie „Haltung von Kühen“ Version 2015 gilt für die Produktionszweige Milchviehhaltung, Kälber- und Jungviehaufzucht.

    Ziele AMA-Gütesiegel-Richtlinie

    Das Ziel der AMA-Gütesiegel-Richtlinie „Haltung von Kühen“ ist es, die Rohmilchqualität durch folgende Maßnahmen abzusichern und zu steigern: 

    • Einhaltung hoher Hygieneanforderungen bei der Milchgewinnung
    • Zukauf von Futtermitteln aus dem AMA-Qualitätssicherungssystem pastus+
    • ordnungsgemäße Tierhaltung
    • korrekte Tierarzneimittelanwendung und Dokumentation
    • regelmäßige Eigenkontrollen


    Darüber hinaus können die Betriebe durch die Teilnahme an den freiwilligen Modulen der Richtlinie wie „QS-Kuh“, „Heumilch“, „Bergerzeugnis“ und „gentechnikfrei“ weitere spezifische Qualitäten sicherstellen und Kontrollsynergien nutzen.

    Die Einhaltung der Richtlinie wird mindestens alle vier Jahre durch eine von der AMA-Marketing zugelassene Kontrollstelle überprüft. Die Richtlinie wird in gedruckter Form über die Molkereien zur Verfügung gestellt und ist online abrufbar.

    Mit der Eigenkontroll-Checkliste kann der Landwirt überprüfen ob er die Anforderungen der AMA-Gütesiegel-Richtlinie „Haltung von Kühen“ erfüllt.

    Wesentliche Änderungen in der neuen Richtlinie betreffen folgende Punkte:

    Zertifizierte Futtermittel:
    Einzelfuttermittel (z.B. Rübenschnitzel, Extraktionsschrot) und Mischfuttermittel (z.B. Mineral-, Ergänzungs- und Alleinfuttermittel) dürfen nur von pastus+ -zertifizierten Futtermittelherstellern und -händlern zugekauft werden. Ausgenommen davon sind Einzelfuttermittel der landwirtschaftlichen Urproduktion wie  Heu, Getreide oder Gärfutter. Sie können weiterhin direkt bei Landwirten zugekauft werden können.

    Beim Kriterium Einzelfuttermittelzukauf gibt es eine Übergangsfrist bis Ende 2019. Allerdings nur dann, wenn das Dokument „Bezug von pastus+-zertifizierten Futtermitteln“ (siehe Seite 51 der Richtlinie) vom landwirtschaftlichen Betrieb an die Futtermittellieferanten übermittelt wurde.

    Beschränkte Klärschlammausbringung:
    Auf Ackerflächen dürfen nur Qualitätsklärschlammkompost der Qualitätsklasse A und kalkstabilisierter Klärschlamm (25 % CaO in der Trockenmasse) mit Ausgangsmaterial Qualitätsklasse A ausgebracht werden. Ein Nachweis über die Qualitätsklasse ist erforderlich und bei der Kontrolle vorzulegen. Auf Grünland gilt ein völliges Ausbringungsverbot für Klärschlamm und pelletierten Wirtschaftsdünger. Ab 2020 sollen Klärschlamm und pelletierte Wirtschaftsdünger im AMA-Gütesiegel-Programm „Haltung von Kühen“ generell verboten werden.

    AMA-Gütesiegel Zusatzcheckliste bei BIO-Kontrollen:
    Im Rahmen der BIO-Kontrolle werden einige Teilbereiche (Futtermittelsicherheit, Hygiene bei der Milchgewinnung) der AMA-Gütesiegel-Richtlinie nicht oder nur unzureichend abgedeckt. Deshalb haben die Bio-Kontrollstellen eine AMA-Gütesiegel-Zusatzcheckliste auszufüllen. So können Synergien bei der Kontrolle bestmöglich genutzt werden. Für eine Anerkennung von Bio-Betrieben im AMA-Gütesiegel-Programm Milch muss mindestens alle vier Jahre eine kombinierte BIO-AMA-Gütesiegel-Kontrolle stattfinden.

     

     

    Wer und was ist förderfähig?

    Kontrollen der AMA-Gütesiegel-Richtlinie „Haltung von Kühen“:
    Förderfähig sind Bewirtschafter landwirtschaftlicher Betriebe, die erstmalig ab 01.01.2014 am AMA-Gütesiegel-Programm „Haltung von Kühen“ teilnehmen, aktive Landwirte sind und nicht am Förderprogramm der Maßnahme 132 bei „Haltung von Kühen“ teilgenommen haben. Bei diesen neuen Teilnehmern sind fünfzig Prozent der Kontrollkosten der AMA-Gütesiegel-Kontrolle förderfähig. Hinweis: Das AMA-Gütesiegel-Programm „Haltung von Kühen“ startete Ende 2009.

    Teilnahmekosten am neuen Modul QS-Kuh als Zusatz zum AMA-Gütesiegel:
    Bei allen aktiven Landwirten, die an der AMA-Gütesiegel-Richtlinie Haltung von Kühen und zusätzlich am neuen Qualitätsmodul „QS-Kuh“ teilnehmen, können die Teilnahmekosten für QS-Kuh zu achtzig Prozent gefördert werden.