Netzwerk Kulinarik

    AMA - Marketing

    Gerhard Zinner im Interview

    Cluster Kulinarik 2019-2022


    © AMA/APA-Fotoservice Schedl

    Als Geschäftsführer von Waldland haben Sie den Waldviertler Sonderkulturenverein mit rund 1.000 regionalen Betrieben aufgebaut. Jetzt haben Sie die Funktion des Obmannes für den Cluster Kulinarik 2019-2022 im Netzwerk Kulinarik übernommen. Was ist Ihnen dabei wichtig?
    Mir ist es besonders wichtig, dass regional produzierte, hochqualitative und qualitätsgesicherte Produkte direkt oder über die Gastronomie an die Konsumentinnen und Konsumenten gelangen. Es gilt hier die Pioniere zu unterstützen und sie als Vorbilder vor den Vorhang zu holen, um andere Betriebe entlang der Wertschöpfungskette zu motivieren, auf Regionalität zu setzen. Die regionale Produktion und Verarbeitung zeigt sich in Krisenzeiten wie jetzt als besonders wichtig. Großes Anliegen ist mir, die kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft von Vorarlberg bis ins Burgenland und die Familienbetriebe entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis zur Gastronomie und dem Tourismus möglichst flächendeckend zu erhalten. Das alles gelingt uns, dem Gründungsvorstand (Ferdinand Lembacher, Harald Pollak, Mario Pulker, Markus Hillebrand, Andreas Giner) nur, wenn die Zusammenarbeit der Initiativen entlang der Wertschöpfungskette weiter intensiviert wird.

    Der Cluster Kulinarik 2019-2022 kümmert sich um die operative Umsetzung des Jahresarbeitsprogramms im Netzwerk. Wie können die Regionen von seinen Tätigkeiten profitieren?
    Wichtig ist uns, dass die einzelnen Regionen bzw. Betriebe unterstützt werden und die begrenzten Mittel an der Basis ankommen. Grundvoraussetzung ist dabei die Qualitäts- und Herkunftssicherung. Da in der Vergangenheit das Feedback an uns herangetragen wurde, die Förderabwicklung sei viel zu komplex, werden wir ab sofort konkret buchbare Leistungsangebote anbieten, bei denen das Clustermanagement die förderrechtliche Abwicklung übernimmt und für die Clustermitglieder so wenig Bürokratie wie möglich entsteht. So haben auch kleinere regionale Initiativen oder lose Zusammenschlüsse ab drei Betrieben (mit einem gemeinsamen Ziel) eine Chance auf eine Unterstützung. 

    Welche konkreten Angebote bietet der Cluster Kulinarik 2019-2022 schon jetzt für regionale kulinarische Initiativen? Wer ist Ansprechpartner für die Regionen?
    Clustermitglieder haben ab sofort die Möglichkeit, Zukunftswerkstätten zu bestimmten Themenbereichen, wie Neue Medien, Storytelling, etc. zu buchen. Gemeinsam mit erfahrenen und professionellen Coaches können Konzepte und Ideen erarbeitet werden bzw. können sich die regionalen Initiativen gezielt weiterentwickeln. Weiteres können unsere Mitglieder eine Fotodatenbank – mit bereits mehr als tausend Fotos – die laufend erweitert wird und mit aktuellen Bildern bespielt wird, nutzen. Wir bieten Unterstützung bei der Abwicklung von regionalen Veranstaltungen an, sobald deren Umsetzung wieder möglich ist – und das so unbürokratisch und einfach wie noch nie. Erstmals benötigt man dazu keine Angebote und Rechnungen mehr als Nachweise – sondern der Veranstaltungszuschuss ist mittels Dokumentationen wie Fotos, Ausstellerliste etc. erhältlich.

    Die erste und wichtigste Ansprechstelle für die Regionen ist die im letzten Jahr etablierte Landesvernetzungsstelle in Ihrem Bundesland.

    Tirol: andrea.nenning(at)amtirol.at 
    Niederösterreich: caroline.goldsteiner(at)enu.at
    Oberösterreich: margit.steinmetz-tomala(at)ooe.gv.at
    Salzburg: theresa.steiner(at)salzburgerlandwirtschaft.at
    Kärnten: michaela.burgstaller(at)lk-kaernten.at
    Wien: avazkoenig(at)icloud.com
    Burgenland: busch(at)genussburgenland.at

    Auf Bundesebene steht Ihnen die Clusterleiterin, Astrid Ruzicka, jederzeit unter +43 664 91 63 107 oder astrid.ruzicka(at)kulinarik.or.at für Fragen zur Verfügung.


    © Waldland

    Gerhard Zinner ist Geschäftsführer von Waldland und neuer Obmann des Clusters Kulinarik 2019-2022 im Netzwerk Kulinarik.