Netzwerk Kulinarik

    AMA - Marketing

    Wolfgang Töchterle im Interview

    Kulinarik in Südtirol


    © Alex Moling/IDM Südtirol

    Die IDM hat es sich zum Ziel gesetzt, die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und damit die Wettbewerbsfähigkeit lokaler Unternehmen in Südtirol zu stärken. Welche Maßnahmen setzen Sie im Bereich Kulinarik?
    Die Themen „Essen und Trinken“ sind laut Marktsondierungen eines der sechs wichtigen Reisethemen für Südtirol. Diese Lifestyle-Themen gehören zu den stärksten Differenzierungsmerkmalen unserer Destination, ist Südtirol doch einzigartig in diesem Bereich und vereint das Beste aus zwei Welten: alpin und mediterran. Das interessiert Gäste aus allen Märkten, weshalb die IDM zahlreiche Initiativen und Maßnahmen setzt. Dazu gehört beispielsweise, dass wir Südtirol als Genussdestination in den Kernmärkten Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien sowie in den sogenannten Aufbaumärkten bewerben. So wird etwa bei verschiedenen Presse-Events in diesen Märkten das jeweilige Veranstaltungsthema immer in Verbindung mit den Themen Genuss und Kulinarik gebracht. Ein weiteres Beispiel ist das Projekt „Qualität Hütten“, wo wir durch Anreize dazu beitragen wollen, das Genusserlebnis auf den Südtiroler Hütten weiter zu steigern.


    © Frieder Blickle/IDM Südtirol

    Wofür steht die Marke Südtirol und was sind ihre Kerninhalte?
    Die Marke Südtirol steht für eine kontrastreiche Symbiose aus alpin und mediterran, Spontanität und Verlässlichkeit, Natur und Kultur, das heißt also, die Destination bietet ein hochqualitatives Angebot, faszinierende Landschaft und gelebte Alltagskultur. Südtirols Markenidentität ist der Schlüssel zu einer starken Positionierung. Südtirol steht als touristische Destination und Herkunftsland von Qualitätsprodukten und Dienstleistungen in intensivem Wettbewerb mit anderen Regionen. Auf sich alleine gestellt haben viele Unternehmen und Produkte heutzutage zu wenig Strahlkraft am globalen Markt. Deshalb braucht es eine starke Partnerschaft mit einer starken Marke. Die Dachmarke Südtirol bündelt Kräfte und bewirkt einen gegenseitigen Imagetransfer, also eine Übertragung positiver Assoziationen durch die Verbindung mit Südtirol.


    © Frieder Blickle/IDM Südtirol

    Das Netzwerk Kulinarik vernetzt Betriebe entlang der Wertschöpfungskette und versucht sie in eine gemeinsame Richtung weiterzuentwickeln. Wie funktioniert die Vernetzung zwischen Direktvermarktern, Manufakturen und Gastronomiebetrieben in Südtirol? Welchen Beitrag leistet die IDM?
    Die Direktvermarkter im Bereich Agrarprodukte sind im Südtiroler Bauernbund SBB unter der Marke „Roter Hahn“ gebündelt. Der Bereich Gastronomie wird seit jeher von der Interessensvertretung Hotelier- und Gastwirteverband HGV betreut, gemeinsam mit den Partnern Südtiroler Köcheverband und den Lebensmittel-Großverteilern. Dazu kommen private Manufakturen und gewerbliche Betriebe. Im Lebensmittelbereich vertreten zudem Dachverbände bzw. Konsortien die einzelnen Bereiche wie die Milchwirtschaft, die Apfelwirtschaft oder die Weinwirtschaft. Die IDM Südtirol verfolgt mit ihrer Strategie und ihren Prioritäten genau definierte Bereiche, wie der Lebensmittelsektor unterstützt werden kann. Dazu gehören die Erhöhung der Bekanntheit und Begehrlichkeit Südtirols und seiner Produkte sowie die Stärkung der Marktposition der Südtiroler Qualitätsprodukte. Produktübergreifende Marketingmaßnahmen in Verbindung mit Tourismus bzw. der Destination Südtirol bilden dabei den Fokus. Verstärkt kümmern wir uns auch um die Verbesserung der Qualitätskriterien der einzelnen Qualitätsprodukte und um neue Produktsektoren. Weiters sind wir im Export und im Bereich Innovation für den Lebensmittelsektor aktiv.


    © IDM Südtirol/Martina Jaider

    Wolfgang Töchterle hat die Funktion des Head of Marketing Departments in der IDM Südtirol inne. IDM Südtirol steht für Innovation, Development und Marketing und ist Wegweiser für die wirtschaftliche Entwicklung in Südtirol. Sie erbringt Dienstleistungen für Wirtschaftstreibende mit dem Ziel einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung und stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit lokaler Unternehmen.