Netzwerk Kulinarik

    AMA - Marketing

    Netzwerk Kulinarik

    Die Konsumenten schätzen die regionale und nachhaltige Produktion heimischer Qualitätsprodukte. Um dem Trend der regionalen Lebensmittel nachzugehen, wurden in den letzten Jahren eine Vielzahl an Kulinarik-Initiativen mit dem Ziel der Förderung und Stärkung der regionalen und nachhaltigen Lebensmittelproduktion aufgebaut. Viele dieser Initiativen arbeiten isoliert voneinander und damit „nebeneinander“, wodurch ein enormes Synergiepotential ungenutzt bleibt.
    Eine gemeinsame strategische Ausrichtung und Vernetzung der einzelnen Initiativen ist daher erforderlich.

     

    Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) das Netzwerk Kulinarik (NWK) als Plattform ins Leben gerufen. Das Netzwerk Kulinarik hat zum Ziel alle kulinarischen und regionalen Initiativen Österreichs zu bündeln und in eine gemeinsame Richtung weiterzuentwickeln.

     

    Gemeinsam positionieren wir Österreich mit seinen Produkten und Angeboten als DIE Kulinarik-Destination Europas. Unsere Mission lautet: „Aus der Region. Für die Region. In die Welt.“ Die Kulinarik-Initiativen erarbeiten gemeinsame Ziele und definieren eine strategische Ausrichtung im Sinne einer „stringenten österreichischen Gesamtstrategie für regionale und kulinarische Initiativen um die kulinarische Destination Österreich zu stärken und die Wertschöpfung entlang der Kette zu verbessern“.

     

    Auf dieser Basis wird eine gemeinsame Vermarktungs- und Vertriebsstrategie aufgebaut und die aktive Zusammenarbeit in Form von zahlreichen Aktivitäten gelebt. Ein spürbarer und nachhaltiger Mehrwert für die Bäuerinnen und Bauern, Direktvermarkter, Verarbeiter, den Handel, die Gastronomie und den Tourismus und letztendlich für die Konsumenten wird geschaffen.

     

    Das Netzwerk Kulinarik nimmt die Rolle einer aktiven strategischen Koordinierungsplattform für die horizontale und vertikale Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Regionen entlang der Wertschöpfungskette (Landwirtschaft – Verarbeitung – Gewerbe – Handel – Gastronomie – Tourismus) ein.

     

    Mit der Umsetzung der Agenden betraut ist eine Gemeinschaft, bestehend aus der Vernetzungsstelle und dem Cluster. Strategische Aufgaben werden direkt von der Vernetzungsstelle wahrgenommen. Hand in Hand mit der Vernetzungsstelle setzt der Cluster operative Tätigkeiten um. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln der ländlichen Entwicklung.

     

    Die Vernetzungsstelle

    Mit den strategischen Aufgaben der Vernetzungsstelle wurde die AMA-Marketing betraut, um eine gesamtösterreichische Strategie zu entwickeln, Jahresarbeitsprogramme und innovative Konzepte zu erarbeiten sowie die Koordinierung und Vernetzung der Kulinarik-Initiativen zu forcieren.

     

    Aufgaben

    Die Vernetzungsstelle arbeitet auf der Basis von Projekten. Sie werden nach den Grundsatzvorgaben und in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) durchgeführt. Bis zum Jahr 2022 werden Maßnahmen in folgenden 14 Projekten umgesetzt: 

    Projekt 1: Strategie

    Die Vernetzungsstelle erarbeitet gemeinsam mit den Partnern eine Gesamtstrategie für regionale und kulinarische Initiativen in Österreich. Die einzelnen Bausteine der Strategie sind in Arbeitspakete gegliedert. Dort sind die Maßnahmen zur Umsetzung enthalten.

    Projekt 2: Innovationsmanagement

    Innovationen sind ein wesentliches Momentum für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und somit auch der Wertschöpfung in der heimischen Landwirtschaft. Es werden Richtlinien erstellt und geeignete Rahmenbedingungen geschaffen, um zukunftsfähige Ideen für die Bereiche Produktion, Vertrieb und Kommunikation zu generieren.

    Projekt 3: Unterstützung der Verwaltungsbehörde

    Die Erstellung von Auswahlkriterien zur Vergabe von Fördermitteln und Monitoring-Systemen fällt in den Zuständigkeitsbereich des BMNT. Die Vernetzungsstelle ist bei der Auswahl von entsprechenden Vorhaben unterstützend tätig, maßgeblich in den Bereichen: regionale kulinarische Initiativen, kurze Versorgungsketten, lokale Märkte.

    Projekt 4: Aufbau, Vernetzung und Koordination

    Die Vernetzungsstelle initiiert die Schaffung leistungsfähiger Vernetzungsstrukturen von regionalen und überregionalen kulinarischen Initiativen. Ziel ist es, deren Projekte auf nationaler und regionaler Ebene vertriebsschienenübergreifend bestmöglich zu verankern und den regelmäßigen Austausch sicherzustellen.

    Projekt 5: Geschützte Herkunftsbezeichnungen

    Das Netzwerk Kulinarik begleitet und unterstützt Antragsteller bei der Registrierung von geschützten Herkunftsbezeichnungen. Ziel ist eine quantitative Steigerung registrierter, marktrelevanter Produkte sowie die Begleitung bestehender einschlägiger Initiativen.

    Projekt 6: Richtlinien für die regionale Qualitätssicherung

    Eine wesentliche Aufgabe ist die Ausarbeitung der Qualitätssicherung für regionale Produkte durch bewährte Kennzeichnungs- und Dokumentationssysteme sowie durch anerkannte Qualitätssicherungssysteme. Wo regional draufsteht, muss regional drin sein!

    Projekt 7: Kommunikation und Markenstrategie

    Die Vernetzungsstelle erstellt das Konzept für eine ganzheitliche Markenstrategie und steuert in weiterer Folge sämtliche Kommunikationsmaßnahmen.

    Projekt 8: Koordination gemeinsamer Auftritte von regionalen und kulinarischen Initiativen

    Koordination und Vereinheitlichung des öffentlichen Auftrittes, insbesondere bei Veranstaltungen wie Messen, Events oder Präsentationen für (regionale) kulinarische Initiativen. Dadurch soll es gelingen, regionale Kulinarik im In- und Ausland entsprechend ihrer hohen Wertigkeit zu positionieren und langfristig zu etablieren.

    Projekt 9: Kommunikations- und Informationstechnologie

    Mit einer Online- und Social Media-Strategie sollen die regionalen Initiativen unterstützt werden. Das erleichtert den Initiativen die Abstimmung und Zusammenführung ihrer Aktivitäten im Hinblick auf moderne Kommunikations- und Informationstechnologien.

    Projekt 10: Monitoring – Evaluierung

    Die beteiligten Initiativen und Cluster können mittels Monitoring den Stand der Durchführung, respektive den Grad der Zielerreichung evaluieren.

    Projekt 11: Nachhaltigkeit – Unterstützung

    Es werden Maßnahmen gesetzt, um die Bereitschaft zu einer höheren Eigenfinanzierung und zur Stärkung der Eigeninitiative zu fördern.

    Projekt 12: Kompatible Datenbanken

    In der heutigen Informationsgesellschaft ist auch die Kulinarik von Datenbanksystemen nicht ausgeschlossen. Die einzelnen Kulinarik-Initiativen können eine breite Vielfalt an gespeicherten Daten aufweisen. Durch die Bündelung der Kräfte und des Know-Hows soll eine bundesweite Datenbankgestaltung mit Schnittstellenprogrammierungen zu den regionalen Initiativen erfolgen.

    Projekt 13: Touristische Initiativen

    Die Kulinarik Österreich ist im „Plan T - Masterplan für Tourismus“ strategisch verankert und Maßnahmen zur aktiven nachhaltigen Zusammenarbeit Landwirtschaft – Kulinarik – Tourismus werden gesetzt.

    Projekt 14: Internationalisierung

    Die Vernetzungsstelle baut für die regionalen und kulinarischen Initiativen, Netzwerke mit Partnern aus dem benachbarten Ausland auf, um einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen und heimische Produkte und Dienstleistungen verstärkt international zu positionieren.

    Aktuelles Jahresarbeitsprogramm

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